Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmail

Bisera Dakova

Die bulgarischen Symbolismen

Summary

 

Der Text “Die bulgarischen Symbolismen” ist den impliziten, aber zu beredten Tendenzen des bulgarischen Literaturlebens vom Beginn der 30-er Jahren des 20. Jahrhunderts gewidmet. Man hat entschieden versucht, die tief verwurzelte Vorstellung über den “dogmatischen Symbolismus” der Zeitschrift “Hyperion” (1922 – 1931) und entsprechend ihres Redakteurs Iwan Radoslawov zu problematisieren. Das unvoreingenommene Anschauen den Texten, die in den Jahren 1928 – 1931 in “Hyperion” veröffentlicht wurden, enthüllt eine unerwartete Perspektive vor dem Erforscher: es erweist sich, daß der Symbolismus hier nicht einfach träge erlebt war, sondern wurden wichtige konzeptualistischen Auswechslungen und Gleichsetzungen vollgebracht. Der Symbolismus war unmerklich und stillschweigend bis zum Indidvidualismus, bis zum Neuromantismus (mit allen Folgen davon) erweitert; ausserdem unterwühlten die Poesie und die Prosa in den Jahren 1930 – 1931 die Regeln der symbolistischen Poetik. Wenn wir die Übersetzungen von G. Michailov aus der Anthologie “Verfluchte Dichter”ausschliessen, ist die übrige poetische Produktion eher den Einflüssen von Atanas Daltschev (dem bemerkenswerten bulgarischen Konstruktivisten), als diesen des mythologisierten von diesem Literaturkreis T. Trajanov verwandt.

Diese Beobachtungen führen unvermeindlich zu der Schlussfolgerung, daß die Zeitschrift von Iwan Radoslawov eigentlich das Alte ins Neue transformiert hatte, indem sie sich in einem besonderen Topos verwandelt, wo das Neue verzögert und schmerzlos eingedrungen war. In diesem Sinne nämlich müssen wir über den Ausweg aus dem Modernismus in Bulgarien nachdenken, über den wesentlichen Übergang, den die bulgarische Literatur von den stürmischen 20-er Jahren zu der “Statik” des nächsten Jahrzentes verwirklicht hatte. Die Realität apostrophiert sehr oft die gegebenen Schemen, in denen wir sorglos verweilen, und die keine Probleme vor uns stellen.

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmail

Leave a Comment

*